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Australiens Notenbank: Chefökonomin sieht Kampf gegen Inflation nicht beendet

Nach vier Zinserhöhungen in diesem Jahr sei die Arbeit „noch nicht ganz“ getan, sagt Sarah Hunter. Die Märkte rechnen mit einer weiteren Erhöhung im November.

Symbolbild: Schriftzug am Eingang der Reserve Bank of Australia in Sydney

Symbolbild · Foto: Danausi / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Die australische Notenbank RBA hat die Inflation nach Einschätzung ihrer Chefökonomin Sarah Hunter noch nicht im Griff. Auf die Frage, ob die bisherigen Zinserhöhungen ausreichten, antwortete sie in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der Sendung „60 Minutes“ des Senders Nine: „Leider noch nicht ganz.“ Die RBA hat den Leitzins in diesem Jahr viermal angehoben, auf 4,6 Prozent – den höchsten Stand seit 15 Jahren.

Staatsausgaben seien „definitiv Teil des Bildes“ beim Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage, sagte Hunter; es sei aber nicht Aufgabe der Notenbank, Regierungen vorzuschreiben, wie viel sie ausgeben. Die Märkte preisen laut dem Sender ABC für die Sitzung am 3. November eine weitere Erhöhung mit rund 61 Prozent Wahrscheinlichkeit ein.

Am Mittwoch veröffentlicht das Statistikamt die Inflationsdaten für das dritte Quartal. Erwartet wird, dass die Jahresrate bei 3,9 Prozent verharrt; die von der RBA bevorzugte getrimmte Mittelwert-Inflation soll bei 3,6 Prozent liegen.

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