Bilanz des Wahltags: 242 Hinweise, 23 defekte Maschinen, leere Wahllokale im Ausland
Das Innenministerium zählte 242 Hinweise und sechs Ermittlungsverfahren, sah aber keinen massenhaften Stimmenkauf. In der Türkei, dem größten Wahlort im Ausland, blieben die Lokale fast leer.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Bis zum Ende des Wahltags gingen beim Innenministerium 242 Hinweise auf Verstöße ein, sechs Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, berichtet Novinite. Mehr als 17.000 Beamte sicherten die Wahllokale. Innenminister Iwan Demerdschiew sagte, die Wahl sei ruhig verlaufen, ohne die üblichen Praktiken von Stimmenkauf und Manipulation. Bis 15 Uhr betrafen laut Ministerium 165 der 217 Hinweise Stimmenkauf; 1.277 Verwarnungen wurden ausgesprochen, Festnahmen gab es keine. Am Vorabend der Wahl schlug im Dorf Damjanowo bei Sewliewo ein 37-Jähriger einen Polizisten, der ein Wahllokal bewachte; er wurde festgenommen, die Abstimmung wurde nicht gestört.
Von insgesamt 11.622 Wahlmaschinen fielen bis 16 Uhr 23 aus; die betroffenen Wahllokale stellten auf Papierstimmzettel um, sagte ZIK-Sprecherin Stojanka Balowa. Zudem gab es sieben Fälle, in denen Wähler die Stimmabgabe an der Maschine verweigerten.
Im Ausland blieb das Interesse trotz des auf 613 Wahllokale erweiterten Netzes gering. In der Türkei, wo die Zahl der Lokale auf 78 verdreifacht worden war, hatten im Istanbuler Wahllokal Avcılar bis 10.30 Uhr 31 Menschen gewählt – im April waren es dort über den ganzen Tag 1.400. Als Gründe nannten Auslandsbulgaren abgelegene Adressen und die neue Pflicht, Erklärungen direkt vor der Kommission auszufüllen.
