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Urheberrecht ·

Elvis-Songs fürs KI-Training? Anthropic binnen drei Tagen zweimal verklagt

Die Rechteinhaber von Elvis Presley werfen Anthropic vor, 274 Songs ohne Erlaubnis für sein KI-Modell Claude genutzt zu haben. Zwei Tage zuvor hatte der Verlag Reservoir wegen 853 Werken geklagt.

Archivbild: Elvis Presley auf einem Werbefoto der 1950er-Jahre

Archivbild · Foto: Metro-Goldwyn-Mayer (Library of Congress) / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Die Rechteinhaber an der Musik von Elvis Presley haben am Freitag (23. Oktober) Klage gegen das KI-Unternehmen Anthropic eingereicht. Zu den Klägern gehören eine Tochter der Markenfirma Authentic Brands Group und weitere Inhaber von Rechten an Presleys Liedern. Sie werfen Anthropic vor, 274 Songs – darunter „Can't Help Falling in Love“, „A Little Less Conversation“ und „Don't Be Cruel“ – ohne Erlaubnis zum Training seiner KI-Modelle genutzt zu haben. Laut Klageschrift lieferte Claude auch nach eingeführten Schutzmechanismen weiterhin sehr nahe Kopien.

Laut einem Bericht des Rolling Stone fordern die Kläger 150.000 Dollar je Song, rechnerisch gut 41 Millionen Dollar. „The Elvis Plaintiffs are deeply protective of these iconic songs“, erklärte ihr Anwalt Richard Busch. Anthropic äußerte sich laut Hollywood Reporter zunächst nicht.

Bereits am 21. Oktober hatte der Musikverlag Reservoir vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien gegen Anthropic geklagt – wegen 853 Werken, darunter „Big Yellow Taxi“, „Ring of Fire“ und „Papa Don't Preach“. Rechnerisch können sich die geforderten Höchstbeträge auf rund 151 Millionen Dollar summieren; eine separate Klage richtet sich gegen den KI-Musikdienst Suno. Anthropic erklärte dazu gegenüber Billboard, man teile die Vorwürfe nicht und werde sich entschieden verteidigen. Über die Klagen ist noch nicht entschieden.

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