Xbox gründet „Labs“: Microsoft reagiert auf Welle von KI-Mods und -Portierungen
Xbox-Chefin Asha Sharma richtet eine Experimentiergruppe unter Technikchef Scott Van Vliet ein. Werkzeuge sollen mit der Branche geteilt werden.

Archivbild · Foto: Coolcaesar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Xbox-Chefin Asha Sharma hat laut VGC in einer Mitteilung an die Belegschaft am Dienstag eine neue Gruppe namens „Xbox Labs“ angekündigt. Sie soll mit neuen Ideen rund um Spiele experimentieren. Leiten wird sie Xbox-Technikchef Scott Van Vliet, der dafür eine kleine Gruppe aus Spielemachern, Ingenieuren und Wissenschaftlern zusammenstellt. Ziel sei, neue Ideen in etwas zu verwandeln, das Spieler und Entwickler selbst ausprobieren können.
Hintergrund ist eine Welle KI-gestützter Mods und Portierungen: Im Netz kursieren Mischungen wie „Mario“-Sprungpassagen in „Elden Ring“ oder „Call of Duty“ im Webbrowser, dazu per KI übersetzte PC-Spiele für Apple-Rechner. Sharma begründet den Schritt damit, dass sich Spiele ähnlich wie Programmcode für KI-Agenten eigneten. Pro Jahr würden über 72 Milliarden Stunden mit Xbox-Spielen verbracht.
Die Gruppe soll laut Sharma offen arbeiten, Erfolg werde daran gemessen, ob mehr Menschen spielen und selbst Inhalte erschaffen. Die entwickelten Werkzeuge will Xbox mit der Branche teilen. An den bisherigen Prioritäten und der Verantwortung für die eigenen Marken und deren Communitys ändere sich nichts.
