Chinas Exporte springen im September um 36,3 Prozent – weit über den Erwartungen
Die Ausfuhren steigen auf 447 Milliarden Dollar, Ökonomen hatten nur gut 25 Prozent Plus erwartet. Der Handelsüberschuss wächst trotz Drucks aus Washington und Brüssel.

Symbolbild · Foto: Bruno Corpet (Quoique) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Chinas Exporte sind im September deutlich stärker gestiegen als erwartet. Nach Daten der Zollbehörde, die Trading Economics auswertet, legten die Ausfuhren im Jahresvergleich um 36,3 Prozent auf 447,18 Milliarden US-Dollar zu. Im August hatte das Plus noch bei 25 Prozent gelegen, von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 25,5 Prozent gerechnet. Es war das stärkste Wachstum seit Februar. Auch die Importe zogen kräftig an, um 31 Prozent.
Der Handelsüberschuss stieg nach Angaben von Trading Economics auf 133,5 Milliarden Dollar, nach 119,1 Milliarden im August. Ökonomen sehen laut Reuters im weltweiten KI-Boom eine Stütze für die Nachfrage nach chinesischen Hightech-Produkten. Zugleich bleibt die Binnennachfrage schwach, weshalb Hersteller verstärkt auf das Ausland setzen.
Die USA und die EU kritisieren Chinas Überkapazitäten und einen Handelsüberschuss, der laut Reuters in diesem Jahr auf mehr als eine Billion Dollar zusteuert. Peking und Washington hatten nach einem Gipfeltreffen in Washington im September vereinbart, ihren Handelsfrieden zu verlängern und Zollsenkungen auf Waren im Wert von je 30 Milliarden Dollar anzustreben. Mit der EU einigte sich China im Oktober auf eine Begrenzung der Hybridauto-Exporte. Zahlen zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal werden Anfang kommender Woche erwartet.
