Petrowa: Drohnenangriffe im Schwarzen Meer sind kein Angriff auf Bulgarien
Die Außenministerin sieht eine Ausweitung des Krieges vor Bulgariens Küste. Beweise aus Kiew zur Herkunft der Drohnen gebe es nicht, zum Budanow-Treffen verweist sie auf Premier Radew.

Archivbild · Foto: World Intellectual Property Organization / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bulgariens Außenministerin Welislawa Petrowa wertet die Drohnenangriffe auf zwei Handelsschiffe in der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes als Eskalation und Ausweitung des Ukraine-Krieges auf das Schwarze Meer. Das erhöhe das Risiko für Bulgarien, sagte sie am Samstag in der BNT-Sendung „Gowori sega“. Weil weder bulgarisches Territorium noch Hoheitsgewässer getroffen worden seien, könne man aber nicht von einem Angriff auf Bulgarien sprechen.
Verbündete hätten Solidarität bekundet, die Kontakte liefen über Geheimdienste und diplomatische Kanäle. Das Thema könne am Montag auch beim Treffen der EU-Außenminister zur Sprache kommen. Auf die Frage nach Artikel 4 des Nato-Vertrags sagte Petrowa, die nötige Beratung habe in den Tagen nach den Angriffen stattgefunden – ob formell ausgelöst oder nicht. Von ukrainischer Seite seien ihrem Ministerium keine Belege übermittelt worden, dass die Drohnen russisch waren.
Am Besuch von Selenskyjs Stabschef Kyrylo Budanow in Sofia sei das Außenministerium nicht beteiligt gewesen; Fragen dazu müsse Premier Rumen Radew beantworten. Wichtig sei, dass es einen Dialog gebe. Zudem kündigte Petrowa an, dass ein Ärzteteam aus Sofia in den nächsten Tagen nach Nordmazedonien reisen soll, um Iwa Michajlowa zu untersuchen.
Quellen
- BNT, „Велислава Петрова за посещението на Кирило Буданов: Какво се е случило могат да кажат присъствалите на срещата“, 10.10.2026
- BTA, „Фактите около случилото се с двата кораба показват разширяване на конфликта и в Черно море, каза външният министър Велислава Петрова“, 10.10.2026
- 24 Chasa, „Велислава Петрова: Какво се е случило, могат да кажат присъствалите на срещата с Буданов“, 10.10.2026
