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Gleitbomben auf Saporischschja: Mindestens 17 Tote, darunter drei Kinder

Russische Gleitbomben haben Wohnhäuser in Saporischschja getroffen. Laut ukrainischen Behörden stieg die Zahl der Toten bis zum Nachmittag auf 17, mindestens 16 Menschen wurden verletzt.

Zerstörtes Wohnhaus in Saporischschja nach einem russischen Angriff 2022 (Archivbild)

Archivbild · Foto: National Police of Ukraine / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bei russischen Luftangriffen auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja sind nach Angaben ukrainischer Behörden mindestens 17 Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Mindestens 16 Menschen wurden laut Katastrophenschutz verletzt, unter ihnen zwei Kinder. Nach Polizeiangaben warfen russische Kampfflugzeuge am frühen Samstagmorgen fünf gelenkte Gleitbomben auf Wohnviertel; zwei davon trafen Mehrfamilienhäuser. Die Opferzahl stieg im Laufe des Tages mehrfach – von zunächst vier über acht und zwölf auf 15 und schließlich 17 am Nachmittag, berichtete der Sender Suspilne unter Berufung auf regionale Behörden.

Laut Regionalverwaltung wurden mindestens 26 Wohngebäude beschädigt. Rettungskräfte suchten weiter in den Trümmern, am Vormittag galten noch zwölf Bewohner als vermisst. Bereits am Freitag hatten Gleitbomben die Stadt getroffen; dabei starb ein Mann. Saporischschja liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Landesweit setzte Russland in der Nacht laut ukrainischer Luftwaffe 160 Drohnen ein, 117 davon seien abgewehrt worden.

Präsident Selenskyj verband den Angriff mit der von US-Präsident Trump am Freitag angekündigten Vereinbarung über russische Diesellieferungen: Russland habe sich für die Lockerung der Sanktionen mit fünf Gleitbomben „bedankt“. Es brauche „andere Signale“. Eine Stellungnahme aus Moskau zu dem Angriff lag zunächst nicht vor. Die Angriffe folgten auf Gespräche ukrainischer und europäischer Vertreter in Miami, mit denen die USA einen neuen Anlauf für ein Kriegsende unternehmen.

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