Buchmesse-Finale: Völkerrechtler Philippe Sands erhält morgen den Friedenspreis
Zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse wird der französisch-britische Jurist in der Paulskirche geehrt. Die Laudatio hält Mirjam Zadoff, die ARD überträgt live.

Archivbild · Foto: Otterbox2015 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Frankfurter Buchmesse geht am Sonntag mit ihrem traditionellen Höhepunkt zu Ende: der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr der französisch-britische Völkerrechtler und Autor Philippe Sands. Die Feier in der Frankfurter Paulskirche überträgt Das Erste ab 10.45 Uhr live. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird seit 1950 vergeben.
Sands, 1960 in London geboren, lehrt Völkerrecht am University College London und ist Gastprofessor an der Harvard Law School. Als Menschenrechtsanwalt ist er am Internationalen Gerichtshof in Den Haag tätig und hat sich unter anderem für Palästinenser und die Rohingya eingesetzt. Gemeinsam mit anderen Juristen entwickelte er den Tatbestand des „Ökozids“.
Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz, der den Stiftungsrat leitet, sagte laut dpa, Sands trete „für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein“. Als Nachfahre von Holocaust-Überlebenden zeige er, „wie dieses Recht entstanden ist“. Die Laudatio hält die Historikerin Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München. Sands selbst wird eine Dankesrede halten.
