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Donezk: Ukrainische Gegenoffensive „Vivaldi“ drängt Russland bei Lyman zurück

Selbst kremlnahe Blogger räumen Verluste südlich von Lyman ein. Der russische Plan, den Festungsgürtel um Slowjansk und Kramatorsk von Norden einzukreisen, gerät ins Stocken.

Zerstörungen in Lyman nach einem russischen Angriff (Archivbild)

Archivbild · Foto: State Emergency Service of Ukraine / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Norden der Region Donezk gewinnt die ukrainische Armee Gelände zurück. Die Gegenoffensive „Vivaldi“ hat nach Angaben von Al Jazeera in diesem Jahr rund 175 Quadratkilometer um die Stadt Lyman zurückerobert. Selbst der kremlnahe Telegram-Kanal Rybar räumte ein, dass russische Truppen südlich von Lyman Dörfer verlieren. Ein Sturm auf das Stadtgebiet von Slowjansk rücke in die Ferne, schrieb der Kanal. „Vivaldi ist eine sehr erfolgreiche Operation. Sie ist noch nicht beendet“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj laut Kyiv Post.

Die Angaben zu den Frontverläufen gehen auseinander. Kremlchef Wladimir Putin hatte für September Eroberungen von 1.300 Quadratkilometern behauptet. Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) kommt dagegen auf einen russischen Nettoverlust von rund 80 Quadratkilometern im selben Monat. Unabhängig lassen sich die Angaben wegen der breiten, von Drohnen überwachten Grauzonen kaum überprüfen.

Zugleich steigen die Opferzahlen. Die ukrainische Armee meldete für September 46.230 getötete und verwundete russische Soldaten, den höchsten Wert dieses Jahres. Russland verstärkte seinerseits die Angriffe auf Städte: In Pryluky wurden am 7. Oktober 22 Menschen getötet, in Kramatorsk einen Tag später mindestens 30 Menschen in zwei Bussen.

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