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Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert Panama – Mulino: „Große Katastrophe“

Ein schweres Beben und ein Nachbeben der Stärke 6,6 haben Zentralpanama getroffen. Kirchen und Straßen stürzten ein, Todesopfer wurden zunächst nicht gemeldet. Der Kanal läuft normal.

Kathedrale von Penonomé in Panama (Archivbild)

Archivbild · Foto: Editorpana / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat am Freitag Panama erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum rund zehn Kilometer südwestlich der Ortschaft Pitaloza Arriba in der Provinz Herrera, in etwa zehn Kilometern Tiefe. Die USGS hatte die Stärke zunächst mit 8,0 angegeben und dann korrigiert. Etwa zweieinhalb Stunden später folgte ein zweites Beben der Stärke 6,6 an der Pazifikküste. Das geowissenschaftliche Institut des Landes zählte laut AFP mehr als 80 Nachbeben.

Die Schäden konzentrieren sich nach Angaben des Zivilschutzes auf die Provinzen Veraguas, Herrera und Los Santos. In Penonomé zeigten Videos lokaler Sender den Einsturz der Kathedrale; laut Zivilschutz wurden dort auch das Gebäude des Gouverneursamts und ein Hotel beschädigt. Auf Straßen in Veraguas klafften große Risse, die Ortschaft Tonosí war laut AFP auf dem Landweg nicht mehr erreichbar. Präsident José Raúl Mulino sprach von einer „großen Katastrophe“; bis Freitagabend seien keine Toten oder Verletzten dokumentiert, das könne sich aber ändern. Der Zivilschutz berichtete von mehreren Verletzten.

Eine Tsunami-Warnung für die Pazifikküsten Panamas und der Nachbarländer wurde später wieder aufgehoben. Die Kanalbehörde erklärte, der Schiffsverkehr auf dem Panamakanal laufe normal, Techniker prüften die Anlagen auf Schäden. Der internationale Flughafen Tocumen stellte den Betrieb vorübergehend ein und öffnete am Nachmittag wieder. Mulino rief die Bevölkerung zur Ruhe auf: Das Geschehene dürfe nicht genutzt werden, um Alarm und Unordnung zu verbreiten.

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