Schwarzes Meer: Marine sprengt Drohne vor Sinemorez, Raketentriebwerk geborgen
Drei Tage nach den Angriffen auf die „Able“ und die „Alfa Watan“ findet die Marine neue Kriegstrümmer vor Bulgariens Küste. Der Frachter „Able“ treibt weiter – stabil, aber mit geflutetem Maschinenraum.
Foto: Nickey Kolev / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
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Bulgariens Seestreitkräfte haben am Freitag rund 15 Seemeilen östlich von Sinemorez treibende Teile einer Drohne entdeckt und vor Ort gesprengt. Taucher eines Hilfsschiffs hatten dazu geraten, weil das Objekt Sprengstoff enthalten könnte; der Marinekommandeur gab die Sprengung frei. Gegen Mittag meldete der Minenabwehrverband im Schwarzen Meer zudem das Starttriebwerk einer Rakete vom Typ Ch-31, das ein rumänisches Minenjagdboot identifizierte und an Bord nahm. Einen Zusammenhang mit den Angriffen auf die beiden Handelsschiffe stellte die Marine nicht her.
Konteradmiral Kiril Michajlow sagte, der Krieg sei „nah bei uns“ – solange Russland und die Ukraine einander mit Drohnen angriffen, würden Wind und Strömung solche Objekte an Bulgariens Küste treiben. Der von einer Seedrohne getroffene Frachter „Able“ hat nach Marineangaben ein Leck am Heck und einen gefluteten Maschinenraum, sei aber äußerlich stabil; ob er sinkt, könne derzeit niemand sagen. Ein Ölteppich wurde nicht festgestellt, ein Marineschiff überwacht das Wrack.
Verteidigungsminister Dimitar Stojanow sagte nach der Inspektion, es sei „durchaus möglich“, dass die Drohne ukrainisch, aber ebenso, dass sie russisch sei. Man habe leider keine Drohnentrümmer feststellen können, um sie zu identifizieren. Abwehrsysteme seien „keine Allheilmittel“, es gebe kein Mittel, das vor allem Seedrohnen zuverlässig erfassen könne. Die Angriffe in den Wirtschaftszonen Rumäniens, Bulgariens und der Türkei nähmen zu, so der Minister nach Angaben von BNT.
