Studie aus Schweden: HPV-Impfung geht mit weniger Frühgeburten einher
Frauen, die gegen humane Papillomviren geimpft waren, brachten ihre Kinder laut einer im BMJ veröffentlichten Studie seltener zu früh zur Welt. Die Daten zeigen einen Zusammenhang, keinen Beweis.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Eine Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) könnte neben dem Schutz vor Gebärmutterhalskrebs einen weiteren Nutzen haben. Wie das Deutsche Ärzteblatt am 9. Oktober berichtete, hatten geimpfte Frauen in einer bevölkerungsbasierten Fall-Kontroll-Studie aus Schweden bei späteren Schwangerschaften seltener Frühgeburten. Die Untersuchung unter Leitung von Zhongsong Zhang vom Karolinska Institutet in Stockholm ist im Fachjournal BMJ erschienen. Schweden hatte sein HPV-Impfprogramm 2007 gestartet; bis Ende 2023 waren laut dem Bericht 14,8 Prozent aller Schwangeren zuvor mit einem vierfach wirksamen HPV-Impfstoff geimpft worden.
Fall-Kontroll-Studien sind Beobachtungsstudien: Sie können einen statistischen Zusammenhang zeigen, aber nicht allein belegen, dass die Impfung die Ursache für das geringere Risiko ist. Wie stark der Effekt genau ausfiel, geht aus dem frei zugänglichen Teil des Berichts nicht hervor.
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