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Tornado auf Sizilien: Doppelte Wasserhose trifft Marsala, Schule schwer beschädigt

Eine doppelte Wasserhose wurde in Westsizilien zum Tornado: Eine Schule mit fast 300 Kindern wurde schwer beschädigt, mehrere Menschen leicht verletzt, Züge standen still.

Rathaus Palazzo VII Aprile in Marsala (Archivbild)

Archivbild · Foto: Ambra75 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Ein seltenes Wetterphänomen hat am Freitag (9. Oktober) in Westsizilien schwere Schäden angerichtet. Gegen 10 Uhr Ortszeit bildete sich vor der Küste bei Marsala in der Provinz Trapani eine doppelte Wasserhose, die an Land zog und als Tornado über Marsala und das benachbarte Petrosino hinwegfegte. Der regionale Zivilschutz meldete „weitreichende und schwere Sachschäden“ entlang der Via Nazionale, der Staatsstraße SS115 und in der Umgebung. Gebäude wurden beschädigt, Bäume und Strommasten knickten um, geparkte Autos wurden umgeworfen.

Am schwersten traf es den Schulkomplex „Alcide De Gasperi“ im Ortsteil Terrenove von Marsala. Nach Angaben der Schulleiterin gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA waren 273 Kinder im Gebäude, sechs wurden leicht verletzt; der Zivilschutz hatte zunächst von rund 300 evakuierten Schülern und acht Leichtverletzten gesprochen. Feuerwehr und Schulleitung berichteten von herausgerissenen Fenster- und Türrahmen, zerbrochenem Glas und verstreutem Unterrichtsmaterial. Laut der Gesundheitsbehörde ASP Trapani wurden im Krankenhaus „Paolo Borsellino“ in Marsala neun Menschen mit leichten Schnitt- und Schürfwunden behandelt – vier Kinder und fünf Erwachsene. In Petrosino wurde ein Auto in eine Schlucht geschleudert, die beiden Insassen kamen ins Krankenhaus. Bürgermeister Giacomo Anastasi meldete vier Leichtverletzte und mehrere schwer beschädigte Häuser; die Gemeinde organisiert Notunterkünfte. Todesopfer wurden in den ersten Meldungen nicht genannt.

Fünf Feuerwehrteams aus der Provinz Trapani, verstärkt durch Kräfte aus Palermo und Agrigent, waren im Einsatz; betroffen war auch Mazara del Vallo. Die Bahngesellschaft RFI stellte den Verkehr zwischen Trapani und Castelvetrano am Vormittag ein, bis in den Mittag arbeiteten Techniker an der Strecke. Die Stadt Mazara del Vallo rief dazu auf, nur offiziellen Mitteilungen zu folgen, nachdem im Netz falsche Erklärungen im Namen örtlicher Amtsträger kursiert waren.

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