Nvidia-Server für China: Supermicro-Auftragnehmer bekennt sich schuldig
Im Verfahren um KI-Server im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar, die illegal nach China gelangt sein sollen, hat ein früherer Auftragnehmer von Super Micro in New York vier Anklagepunkte eingeräumt.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Ein früherer Auftragnehmer des US-Serverherstellers Super Micro Computer hat sich vor dem Bundesgericht in Manhattan in vier Anklagepunkten schuldig bekannt. Nach einem am Freitag veröffentlichten Gerichtsdokument räumte der Mann am Donnerstag Verschwörungen zur Verletzung von Exportkontrollen, zum Schmuggel, zum Betrug an den USA und zur Behinderung der Justiz ein. Ein Strafmaß wurde zunächst nicht bekannt.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und zwei weiteren Beschuldigten – einem Mitgründer von Super Micro und einem früheren Vertriebsmanager im Büro in Taiwan – vor, ab etwa Oktober 2023 KI-Server mit Nvidia-Chips im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar ohne Genehmigung nach China umgeleitet zu haben. Betroffen waren laut Anklage unter anderem Server mit den Grafikprozessoren B200, H100 und H200. Für die beiden anderen Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung; ihre Anwälte äußerten sich zunächst nicht.
Laut Anklage soll der Auftragnehmer als „Fixer“ agiert und im Dezember 2025 Attrappen von Servern aufgestellt haben, als das US-Handelsministerium angeblich eingelagerte Geräte kontrollierte, die längst in China waren. Super Micro ist nicht angeklagt, verweist auf frühere Erklärungen, wonach das Verfahren das Geschäft nicht beeinträchtige, und hat sich von allen drei Männern getrennt.
