ESA-Studie: Europa könnte eine wiederverwendbare Schwerlastrakete bauen
Beim Weltraumkongress IAC hat die ESA laut Raumfahrer.net Studienergebnisse vorgestellt: Eine zweistufige, wiederverwendbare Rakete in zwei Versionen sei technisch und finanziell machbar.

Archivbild · Foto: ESA, M. Trovatello / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 igo (zugeschnitten und skaliert)
Europa könnte nach einer Studie der Europäischen Weltraumorganisation ESA eine eigene wiederverwendbare Schwerlastrakete entwickeln. Wie das Fachportal Raumfahrer.net am Freitag berichtete, stellte die ESA die Ergebnisse auf dem Internationalen Astronautischen Kongress (IAC) vor. Demnach ist eine zweistufige Rakete in zwei Versionen technisch und finanziell machbar. Die erste Stufe ähnelt etwas der Falcon 9 von SpaceX, hat aber mehr Triebwerke. Die Oberstufe soll, ähnlich wie beim Starship, mit Steuerklappen ausgestattet sein.
Die leichtere, vollständig wiederverwendbare Version soll 22 Tonnen in eine Umlaufbahn in 250 Kilometern Höhe mit 51,6 Grad Neigung bringen können. Die schwerere Variante ist für 60 Tonnen in dieselbe Bahn ausgelegt. Angaben zu Kosten, Zeitplan oder Triebwerkszahl enthielt der Bericht nicht. Es handelt sich um Studienwerte, nicht um ein flugfertiges Fahrzeug.
Die ESA hatte im Dezember 2024 eine sogenannte Pathfinder-Untersuchung für eine wiederverwendbare Rakete mit bis zu 60 Tonnen Nutzlast gestartet. Davon getrennt läuft die European Launcher Challenge, deren erste Verträge laut NewSpace Economy an Rocket Factory Augsburg, PLD Space und Isar Aerospace gingen. Um wiederverwendbare Raketen geht es auch bei der Weltraumwoche der Vereinten Nationen vom 4. bis 10. Oktober, die in diesem Jahr unter dem Motto „Rocket Revolution“ steht.
