Zweiter Anlauf: SpaceX will 21 Datensatelliten für das US-Militär ins All bringen
Nach einem automatischen Abbruch Anfang der Woche plant SpaceX am Samstag einen neuen Start in Kalifornien. Die Satelliten sollen ein Datennetz im erdnahen Orbit ausbauen.

Archivbild · Foto: SpaceX / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
SpaceX unternimmt einen neuen Versuch, 21 Satelliten für die Space Development Agency (SDA) des US-Militärs zu starten. Die Falcon-9-Rakete soll nach Angaben des Fachportals Spaceflight Now am Samstag um 7:39 Uhr UTC (9:39 Uhr MESZ) von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien abheben. Der erste Anlauf am Montag war 58 Sekunden vor dem Abheben durch einen automatischen Abbruch gestoppt worden. Eine Ursache nannte SpaceX nicht, teilte aber mit, Rakete und Nutzlast seien in gutem Zustand. Danach wurde der Termin mehrfach um jeweils einen Tag verschoben.
Die Mission mit dem Kürzel T1TL-A ist der vierte Produktionsflug für das sogenannte Transport Layer der SDA. Die 21 Satelliten wurden von Northrop Grumman gebaut. Aus drei früheren Starts sind bereits 63 Satelliten dieses Netzes im Orbit. Sie tauschen über optische Laserverbindungen untereinander Daten mit geringer Verzögerung aus. Die gesamte Satellitenarchitektur soll die Verfolgung von Raketen und sichere Kommunikation unterstützen.
Langfristig soll das Transport Layer 300 bis 500 Satelliten in 750 bis 1.200 Kilometern Höhe umfassen. Ab 2027 soll die erste Ausbaustufe (Tranche 1) dem US-Verteidigungsministerium einsatzfähige Dienste liefern. Die erste Stufe der Falcon 9 fliegt zum sechsten Mal und soll weniger als 7,5 Minuten nach dem Start auf der Landezone 4 aufsetzen. Ob der Start wie geplant gelingt, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
