Bericht: Lukoil-Raffinerie in Burgas Teil von Boehlys Milliarden-Deal
Laut „New York Post“ gehört Bulgariens einzige Ölraffinerie zu den Lukoil-Auslandsanlagen, die ein Konsortium um US-Milliardär Todd Boehly mit Rückendeckung Trumps kaufen will.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Die Lukoil-Raffinerie in Burgas soll Teil eines Geschäfts um die Auslandsvermögen des russischen Ölkonzerns sein. Das berichtet die „New York Post“ unter Berufung auf eine ungenannte Quelle in der US-Regierung; die bulgarische Nachrichtenagentur BTA und der Staatssender BNT griffen den Bericht am Samstag auf. Neben dem bulgarischen Werk gehören demnach auch Raffinerien in Rumänien und den Niederlanden zum Paket.
Käufer wäre ein Konsortium unter Führung des US-Milliardärs Todd Boehly, das nach Angaben der Zeitung von Präsident Donald Trump unterstützt wird. Laut BTA ist auch die staatliche US-Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft DFC beteiligt. Das Konsortium strebt nach Übernahme der drei Raffinerien eine Kapazität von mehr als 350.000 Barrel pro Tag an; Washington soll das Geschäft Milliarden Dollar einbringen. Die Auslandsaktiva von Lukoil werden auf rund 20 Milliarden Dollar geschätzt.
Lukoil muss seine internationalen Beteiligungen wegen der Sanktionen infolge des russischen Kriegs gegen die Ukraine verkaufen. Nach BTA-Angaben haben die US-Behörden die Lizenz für Verhandlungen über den Verkauf von Lukoil International, dem Eigentümer der Burgas-Raffinerie, bis zum 22. Oktober verlängert. Eine offizielle Bestätigung des Deals gibt es bislang nicht.
