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Google-KI AMIE führt Vorgespräche mit echten Patienten – Studie in „The Lancet“

98 Patienten einer Bostoner Klinik sprachen vor dem Arzttermin mit Googles Forschungs-Chatbot. Kein Gespräch musste abgebrochen werden, die Verdachtsdiagnosen trafen meist zu.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Tim Pierce / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Google Research · youtube.com

Google hat am 8. Oktober Ergebnisse einer klinischen Studie mit seinem Forschungs-Chatbot AMIE vorgestellt, die in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschienen ist. Forscher von Google und dem Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) in Boston ließen 98 Patienten der allgemeinmedizinischen Ambulanz vor ihrem Termin in der Akutsprechstunde mit der KI sprechen. Laut Google ist es die erste Veröffentlichung des Konzerns in der Hauptzeitschrift „The Lancet“ selbst, nicht in einem ihrer Ableger.

Aufsichtsführende Ärzte verfolgten die Gespräche in Echtzeit. Nach vorab festgelegten Sicherheitskriterien musste laut Google kein einziges unterbrochen werden. Die von AMIE erstellten Zusammenfassungen halfen den Ärzten in 75 Prozent der Fälle bei der Vorbereitung und beeinflussten in mehr als der Hälfte der Fälle ihr Vorgehen. Die Verdachtsdiagnosen der KI stimmten in 90 Prozent der Fälle mit der endgültigen Diagnose der Ärzte überein.

AMIE ist ein Forschungssystem und kein frei verfügbares Produkt. Google betont, dass größere klinische Studien nötig sind, bevor sich KI im direkten Patientenkontakt in großem Maßstab bewerten lässt.

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