Chipwerk Dresden: Globalfoundries plant Technik mit 7-Nanometer-Leistung
Richtfest für den 1,1-Milliarden-Ausbau: Ab Ende 2028 sollen in Dresden über eine Million Wafer pro Jahr entstehen. Die neue Plattform FDX Fusion zielt auf Autos, Industrie und Verteidigung.

Archivbild · Foto: Fensterblick. / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der US-Chipfertiger Globalfoundries hat beim Ausbau seines Dresdner Werks das Richtfest erreicht – nach eigenen Angaben im Zeit- und Kostenplan. Das Projekt „SPRINT“ kostet 1,1 Milliarden Euro und soll die Jahreskapazität bis Ende 2028 auf mehr als eine Million 300-Millimeter-Wafer steigern; derzeit sind es bis zu 950.000. Dresden wäre damit der größte Auftragsfertigungsstandort Europas. Gefördert wird der Ausbau von EU, Bund und Freistaat Sachsen im Rahmen des europäischen Chips Act.
Zugleich kündigte das Unternehmen die Plattform „FDX Fusion“ an, die in Dresden entwickelt und gefertigt werden soll. Die Technik auf Basis von FD-SOI soll digitale Leistung vergleichbar mit der 7-Nanometer-Klasse liefern und Analog-, Funk- und Speicherfunktionen auf einem Chip vereinen. Zielmärkte sind Autos, Luftfahrt, Industrie-Elektronik und Verteidigung – Globalfoundries spricht von „Physical AI“, also KI in Maschinen und Geräten.
Ein Haken bleibt: Die Entwicklung von FDX Fusion hängt davon ab, dass die Bundesregierung die Teilnahme des Dresdner Werks am europäischen Förderprogramm IPCEI für fortgeschrittene Halbleitertechnologien genehmigt. Für Kunden mit hohen Sicherheitsanforderungen will Globalfoundries zudem Fertigungs- und Datenabläufe anbieten, die vollständig in Europa bleiben.
