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Nach der Trennung: Studie verknüpft Umzug und Alltagsfolgen mit Wandel der Orientierung

Wer nach einer Trennung umziehen muss, Freunde verliert oder finanziell neu planen muss, empfindet laut einer US-Studie häufiger die eigene sexuelle Orientierung als im Wandel. Die Ursache ist offen.

Geöffneter Umzugskarton vor blauem Hintergrund (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: HireAHelper / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Eine Trennung verändert nicht nur das Gefühlsleben, sondern oft auch den Alltag: Wohnung, Freundeskreis, Finanzen. Ein Forschungsteam um Grace A. O'Toole von der Kansas State University hat untersucht, ob solche Umbrüche mit dem Gefühl zusammenhängen, dass sich die eigene sexuelle Orientierung verändert („Ambiguität“). Die Studie „Understanding Sexual Orientation Ambiguity: Perceptions of Transitional Impacts in the Context of a Relationship Dissolution“ ist in „The Journal of Sex Research“ erschienen; das Fachportal PsyPost stellte sie am 25. Oktober vor. Befragt wurden online 493 Erwachsene in den USA zwischen 18 und 76 Jahren, die in den vorangegangenen zwei Jahren eine feste Beziehung beendet hatten.

Ergebnis: Je stärker die materiellen Folgen der Trennung waren – etwa ein Umzug, der Verlust gemeinsamer Freunde oder veränderte finanzielle Verhältnisse –, desto stärker war diese Ambiguität ausgeprägt. Die seelischen Folgen, also veränderte Gedanken, Gefühle und Einstellungen, hingen dagegen nicht nennenswert damit zusammen. Bisexuelle Befragte berichteten mehr Ambiguität als heterosexuelle; wer mit dem früheren Partner zusammengewohnt hatte, weniger als Paare, die nur ernsthaft miteinander ausgegangen waren. Die Forscher regen an, dass Therapeuten und Berater auf solche Zusammenhänge achten.

Die Studie hat klare Grenzen: Sie beruht auf einer einmaligen Befragung und zeigt nur Zusammenhänge. Denkbar ist auch, dass die Ambiguität zur Trennung beigetragen hat – und nicht umgekehrt. Die Stichprobe war überwiegend heterosexuell, cisgeschlechtlich und weiß, die verwendeten Messinstrumente wurden vor allem an jungen Erwachsenen erprobt. Angaben zur Finanzierung macht der Bericht nicht.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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