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Love-Scamming: Zwei Männer jahrelang um Geld gebracht – Polizei warnt erneut

Im Sauerland und im Schwarzwald sind zwei Männer über Jahre auf vorgetäuschte Liebesbeziehungen hereingefallen. Die Polizei schildert die Fälle – und nennt typische Warnzeichen.

Straßenansicht von Bad Herrenalb im Landkreis Calw (Archivbild)

Archivbild · Foto: Alexignat / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Gleich zwei Polizeibehörden haben am Montag, 26. Oktober, vor Liebesbetrug im Internet gewarnt. Im baden-württembergischen Bad Herrenalb (Landkreis Calw) erschien ein 68-Jähriger laut Polizeipräsidium Pforzheim auf einer Polizeiwache, um seine angebliche Partnerin aus dem Gewahrsam abzuholen – dort saß jedoch niemand ein. Der Mann glaubte demnach seit rund vier Jahren an eine Beziehung, der Kontakt lief ausschließlich über einen Messenger-Dienst. In den vergangenen zwei Jahren überwies er immer wieder Geld; der Schaden steht noch nicht fest und wird auf mehr als 10.000 Euro geschätzt.

Im sauerländischen Halver (Märkischer Kreis) wurde nach Angaben der Kreispolizeibehörde ein 62-Jähriger über zwei Jahre hinweg um eine fünfstellige Summe gebracht. Die Täter hatten ihn über Instagram kontaktiert und sich als brasilianische Schauspielerin ausgegeben. Der Betrug flog in der vergangenen Woche auf; die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Sie rät, bei verlockenden Kontaktanfragen im Netz misstrauisch zu sein und bei Verdacht die Polizei einzuschalten.

Typische Warnzeichen hat die Bayerische Polizei zusammengestellt: Das Gespräch wechselt schnell von der Plattform zu E-Mail oder Messenger, die Liebe wird nach wenigen Stunden gestanden, früh wird nach Familienstand und Vermögen gefragt. Die Profile zeigen oft Fotos wie aus der Werbung und einen Beruf im Ausland, geplante Treffen werden aus angeblichen Geldgründen abgesagt. Geldforderungen beginnen klein und steigen dann. Die Polizei empfiehlt, nie Geld zu überweisen, Profilbilder per Rückwärtssuche zu prüfen, Chats und Kontoauszüge zu sichern, Anzeige zu erstatten und eine Vertrauensperson einzubeziehen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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