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Audi-Chef bei Trump-Wahlkampf: Linke fordert Rücktritt, IG Metall spricht von „peinlich“

Der Auftritt von Audi-Chef Döllner bei einer Trump-Veranstaltung in Georgia sorgt für scharfe Kritik. Die Bundesregierung will ihn nicht kommentieren.

Audi-Chef Gernot Döllner (Archivbild)

Archivbild · Foto: Alexander-93 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der Auftritt von Audi-Vorstandschef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump in Georgia löst in Deutschland heftige Kritik aus. Dort hatte Audi eine Milliardeninvestition in ein erstes US-Werk bestätigt; nach Angaben von t-online soll die Fabrik 4,2 Milliarden Dollar kosten und 200.000 Autos im Jahr bauen.

Linken-Chef Luigi Pantisano sagte t-online: „Audi-Vorstandschef Gernot Döllner muss seinen Hut nehmen.“ IG-Metall-Chefin Christiane Benner nannte den Auftritt „politisch inakzeptabel“ und „peinlich“. VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo warf Döllner vor, Trump im Wahlkampf geholfen zu haben. Nach dpa-Angaben sehen Audis Neutralitätsregeln vor, in den letzten drei Monaten vor Wahlen keine öffentlichkeitswirksamen Termine mit kandidierenden Politikern wahrzunehmen. Die SPD-Verkehrspolitikerin Isabel Cademartori sprach von einer „Schande“.

Die Bundesregierung will den Auftritt nicht bewerten. „Wir kommentieren grundsätzlich derartige unternehmerische Entscheidungen nicht“, sagte Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille. Benner betonte, die endgültige Entscheidung über das Werk falle im Aufsichtsrat der Volkswagen AG; laut Cavallo steht sie noch aus.

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