Bridge to Nowhere: Neuseelands Mangapurua Track mit sieben neuen Brücken wieder offen
Seit Samstag ist der Radweg zur „Brücke ins Nirgendwo“ im Whanganui-Nationalpark wieder für Radfahrer frei. Die sieben neuen Brücken wurden fertig montiert eingeflogen.
Foto: Evan Goldenberg / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Department of Conservation · youtube.com
Eine Betonbrücke mitten im Urwald, zu der keine Straße mehr führt: Die „Bridge to Nowhere“ im Whanganui-Nationalpark auf der Nordinsel Neuseelands gehört zu den eindrucksvollsten Orten des Landes. Seit Samstag, 24.10.2026, ist der Mangapurua Track, der zur Brücke führt, nach der Wintersperre wieder für Radfahrer geöffnet. Wie das neuseeländische Naturschutzministerium Department of Conservation (DOC) am 23. Oktober mitteilte, wurden vor Saisonbeginn sieben neue Brücken installiert. Die alten, schmalen Übergänge seien mit dem Rad schwer zu passieren gewesen und hätten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht; die neuen sind breiter. Lynley Twyman, Geschäftsführerin des Ngā Ara Tūhono Charitable Trust, sagte laut DOC, sie sei die Strecke erstmals 2015 gefahren, und der Zustand zur Eröffnung sei der beste, den sie seither gesehen habe.
Die Brücken wurden laut DOC als leichte Fachwerkkonstruktionen außerhalb gebaut und fertig montiert in das abgelegene Gebiet geflogen. DOC-Projektleiterin Louise Brown sagte, man greife immer öfter auf diese Methode zurück. Die Arbeiten sind Teil eines Programms mit insgesamt 15 neuen Brücken und Stegen auf dem Mangapurua und dem benachbarten Kaiwhakauka Track; am Kaiwhakauka wird im November und Dezember 2026 gebaut, mit Umleitungen und möglichen Verzögerungen. Der Mangapurua Track ist Teil des Radfernwegs Mountains to Sea – Ngā Ara Tūhono, der laut Tourism New Zealand durch die Nationalparks Tongariro und Whanganui führt. Er gilt als mittelschwer (Grad 3): Das DOC warnt vor ausgesetzten Passagen, steilen Abbrüchen und rutschigem Papa-Lehm bei Nässe.
Hinter der Brücke steht eine Geschichte des Scheiterns. Nach dem Ersten Weltkrieg nahmen laut der staatlichen Geschichtsplattform NZHistory 40 Familien heimgekehrter Soldaten Land im Mangapurua-Tal, rund 450 Hektar pro Farm, gerodet an steilen Hängen. Als die Betonbrücke im Juni 1936 übergeben wurde, waren die meisten bereits fort. 1942 zerstörte Starkregen die Straße, die Regierung verweigerte die Reparatur und ordnete im Mai den Wegzug der letzten drei Familien an. Der Wald holte sich das Tal zurück; 1986 kam es zum Whanganui-Nationalpark, der laut International Parks 742 Quadratkilometer umfasst und laut DOC eines der größten verbliebenen Tieflandwaldgebiete der Nordinsel schützt. Die rund 36 Kilometer lange Route endet laut Tourism New Zealand am Whanganui River; von dort geht es per Jetboot oder Kajak weiter nach Pipiriki.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.
Quellen
- Mirage News / Department of Conservation (23.10.2026)
- Infrastructure News (23.10.2026)
- Stuff (23.10.2026)
- Department of Conservation – Medienmitteilung (30.07.2026)
- NZHistory, Ministry for Culture and Heritage (aktualisiert 07.10.2024)
- Tourism New Zealand – Mangapurua Track (abgerufen 26.10.2026)
- International Parks – Whanganui National Park (abgerufen 26.10.2026)
- Department of Conservation – Whanganui National Park (abgerufen 26.10.2026)
