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Gaspreis fast bei 100 Euro: Höchster Stand seit Ende 2022 – Speicher erst zu 61 % voll

Der europäische Referenzpreis TTF stieg am Montag auf 97,64 Euro je Megawattstunde. Treiber sind der Iran-Konflikt und das Auffüllen der Speicher vor dem Winter.

Erdgasspeicher Rehden (Archivbild)

Archivbild · Foto: Axel Hindemith / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der europäische Erdgaspreis ist am Montag auf den höchsten Stand seit Ende 2022 gestiegen. Der richtungweisende Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat kostete an der Börse in Amsterdam 97,64 Euro je Megawattstunde, knapp drei Prozent mehr als am Freitag. Seit Monatsbeginn hat sich Gas damit um rund ein Drittel verteuert, seit Jahresbeginn hat sich der Preis mehr als verdreifacht.

Als wesentlicher Preistreiber gilt laut ORF der Krieg zwischen den USA und dem Iran: An Iran grenzt die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für Flüssigerdgas. Zudem füllt Europa vor dem Winter seine Speicher auf. Die deutschen Gasspeicher waren laut ORF zu gut 61 Prozent gefüllt, vor einem Jahr waren es rund 75 Prozent. Die Bundesregierung hatte den Staatskonzern SEFE zuletzt beauftragt, zusätzliches Gas einzukaufen.

Für Verbraucher wirkt sich der Anstieg zeitverzögert aus, weil Gas überwiegend über langfristige Verträge bezogen wird. Zu Beginn des Ukraine-Kriegs hatte der Preis kurzzeitig über 300 Euro je Megawattstunde gelegen.

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