Nach Rückkehr aus dem Exil: Machado zu Treffen mit Interimspräsidentin Rodríguez bereit
Nach mehr als zehn Monaten im Exil ist Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado zurück in Caracas. Laut ihrer Sprecherin will sie auch mit Delcy Rodríguez reden.

Archivbild · Foto: Alexcocopro / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist nach mehr als zehn Monaten im Exil überraschend in ihre Heimat zurückgekehrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP säumten Tausende Anhänger am Sonntag die rund 400 Kilometer lange Strecke von Barquisimeto bis Caracas. Laut „New York Times“ reiste sie aus Kolumbien ein.
Am Montag erklärte ihre Sprecherin Claudia Macero im Sender Unión Radio, Machado sei bereit, sich nicht nur mit Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, sondern „mit wem auch immer“ an einen Tisch zu setzen. US-Außenminister Marco Rubio nannte die Rückkehr ein „direktes Ergebnis“ der von den USA unterstützten Versöhnungsgespräche.
Rodríguez führt das Land seit der US-Militäroperation, bei der Nicolás Maduro gefasst wurde. Ein Wahltermin steht weiterhin nicht fest. Machado fordert Wahlen bis spätestens Juli 2027 und will selbst als Präsidentin kandidieren. US-Präsident Donald Trump sagte, er habe von der Rückkehr nichts gewusst, und fügte hinzu: Er hoffe, sie sei in Sicherheit.
