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Letzte Umweltpreis-Verleihung: Steinmeier mahnt, Lebensweise zu hinterfragen

In Aachen überreichte der Bundespräsident den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis an Klimajuristin Roda Verheyen und Ingenieur Klaus Vossenkaul.

Frank-Walter Steinmeier (Archivbild)

Archivbild · Foto: Kadellar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Aachen den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) verliehen – nach dpa-Angaben seine letzte Verleihung im Amt, das er Anfang kommenden Jahres abgibt. Die mit 500.000 Euro dotierte Auszeichnung teilen sich die Hamburger Umweltjuristin Roda Verheyen und der Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul aus der Städteregion Aachen.

In seiner Festrede rief Steinmeier dazu auf, dem Klimaschutz trotz kurzfristiger politischer Trends hohe Priorität einzuräumen. „Wir wissen, dass wir unsere Art zu leben, zu wirtschaften, hinterfragen müssen“, sagte er. Er verwies auf den vergangenen Sommer mit Waldbränden, Niedrigwasser und laut Robert Koch-Institut 16.000 zusätzlichen Sterbefällen.

Verheyen hatte maßgeblich die Klage vorangetrieben, nach der das Bundesverfassungsgericht 2021 schärfere Klimaschutzvorgaben verlangte. Der dpa sagte sie mit Blick auf die von der UN prognostizierte Erwärmung um 2,8 Grad: „Wir begeben uns in eine immense Gefahr, uns selber auszulöschen.“ Vossenkaul wird für Membranfilter geehrt, die nach seinen Angaben den Energiebedarf der Abwasserreinigung um bis zu 90 Prozent senken können.

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