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Dating-Apps und Angst: Studie sieht Unterschiede je nach Art der App

Eine Befragung von 578 Männern in Australien zeigt: Wie ängstlich Nutzer von Dating-Apps sind, hängt offenbar davon ab, welche Apps sie kombinieren – und von ihrer sexuellen Orientierung.

Hand hält ein Smartphone mit einem Herz-Symbol auf dem Bildschirm (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Santeri Viinamäki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Ob Tinder, Hinge oder Grindr: Welche Dating-Apps Männer nutzen, könnte mit ihrem seelischen Befinden zusammenhängen. Das legt eine Studie der Flinders University in Adelaide nahe, die im Fachjournal „Psychology & Sexuality“ erschienen ist; die Universität stellte sie Mitte Oktober vor. Unter dem Titel „Designed to be deleted“ befragten Zac Bowman, Murray Drummond, Ivanka Prichard und Jasmine M. Petersen 578 Männer in Australien im Alter von 18 bis 69 Jahren, im Schnitt 34 Jahre alt. Unterschiede im Alter wurden statistisch berücksichtigt.

Schwule, bisexuelle und andere Männer sexueller Minderheiten, die nur eine Art von App nutzten, sowie heterosexuelle Männer, die sowohl Mainstream- als auch Gay-Apps verwendeten, berichteten deutlich mehr Angst als alle anderen Gruppen. Für schwule Männer könnte dagegen die Kombination aus Mainstream-Apps und reinen Gay-Apps mit weniger Angst verbunden sein – womöglich, so die Forscher, weil mehr Plattformen die Chance erhöhen, das Gesuchte zu finden. Gay-Apps wie Grindr oder Scruff gelten laut der Mitteilung als als Orte für Gelegenheitssex, an denen das Aussehen dominiert, Tinder und Hinge eher als Apps für Dates und Beziehungen. „There are several fundamental differences between gay and mainstream dating apps …“, sagte Hauptautor Bowman – zwischen beiden App-Typen gebe es grundlegende Unterschiede.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung und zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen; befragt wurden zudem nur Männer in Australien. Eine Finanzierung ist in der Mitteilung nicht angegeben. Die Forscher sehen die App-Anbieter in der Pflicht: Die Erkenntnisse könnten dazu führen, dass Entwickler die Betonung von Aussehen und sexueller Objektifizierung verringern („reducing the emphasis on physical appearance and sexual objectification“). Allein Grindr hat laut der Mitteilung rund 15 Millionen Nutzer.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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