Berlin: Polizei zählt 585 Schusswaffendelikte im ersten Halbjahr – mehr als 2025
Laut „Welt am Sonntag“, von der Polizei bestätigt: 324 Bedrohungen und 261 Schussabgaben, 118 Geschädigte, darunter zwei Tote. Im Vorjahreszeitraum waren es 561 Fälle.

Symbolbild · Foto: Auge24.eu / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Berliner Polizei hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 585 Straftaten mit Schusswaffengebrauch registriert, darunter 324 Bedrohungen und 261 Schussabgaben. Im Vorjahreszeitraum waren es 561 Fälle. Die Zahlen gehen auf einen Bericht der „Welt am Sonntag“ zurück und wurden von der Polizei bestätigt. Erfasst sind auch Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen.
Mit scharfen Schusswaffen wurde den Angaben zufolge 65-mal geschossen, in 62 Fällen geht die Polizei von Straftaten aus. 118 Menschen wurden als Geschädigte erfasst, zwei von ihnen kamen ums Leben.
Gegen Schusswaffengebrauch im Bereich der organisierten Kriminalität geht seit November 2025 die Spezialeinheit „Ferrum“ vor. Sie hat seither 708 Ermittlungsverfahren eingeleitet, 77 Haftbefehle erwirkt und 73 scharfe Waffen sichergestellt. Sie ermittelt unter anderem zu den Schüssen auf eine Bar in Charlottenburg-Wilmersdorf am Samstagmorgen, bei denen niemand verletzt wurde.
