Fahrerloser Bus auf Abruf: TU Graz und chinesische Partner entwickeln 24/7-Shuttle
Kein Fahrplan, keine feste Linie: Ein autonomer E-Shuttle für bis zu 15 Personen soll Fahrgäste bei Bedarf abholen. Ein Testfahrzeug fährt bereits in China im Straßenverkehr.

Symbolbild · Foto: PantheraLeo1359531 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Forschende der TU Graz entwickeln gemeinsam mit der Tongji University, der Wenzhou University und dem Unternehmen Seisys aus China einen autonomen Mobilitätsdienst, der den Komfort des eigenen Autos mit der Effizienz des öffentlichen Verkehrs verbinden soll. Ein batterieelektrischer, selbstfahrender Shuttlebus für bis zu 15 Personen soll rund um die Uhr auf Abruf fahren – ohne feste Linien und Fahrpläne, flexibel innerhalb eines größeren Streckennetzes. Gefördert wurde das Projekt von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.
Das Fahrzeug orientiert sich mit Lidar, Radar und Kameras und ist per 5G mit intelligenter Infrastruktur verbunden, etwa mit Kameras an unübersichtlichen Stellen. So kann es Fußgänger und Radfahrende in Echtzeit erkennen, auch wenn seine eigenen Sensoren sie nicht erfassen. Fällt das Netz aus, bringt eine unabhängige Sicherheitsfunktion den Bus kontrolliert zum Stehen. Das Sicherheitskonzept wurde in detailgetreuen Simulationen realer Straßenzüge erprobt; die chinesischen Hochschulpartner entwickelten zudem eine Optimierung für Routen und Ladevorgänge.
Ein Testfahrzeug ist bereits auf einer Teststrecke im realen Verkehr in China unterwegs, Demonstratoren sind auch in Österreich geplant – Termine nennt die TU Graz nicht. „Gerade eine hohe Auslastung hilft, unseren CO2-Fußabdruck zu verringern“, sagt Projektleiterin Cornelia Lex vom Institut für Fahrzeugtechnik.
