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Fall Pike: Anwalt schildert Probleme mit Venen – Klage gegen Giftspritze erweitert

Ein Anwalt von Christa Pike beschreibt in einer eidesstattlichen Erklärung, wie das Team um die Zugänge rang. Todeskandidaten wollen damit ihre Klage gegen Tennessees Hinrichtungsprotokoll ergänzen.

Symbolbild: Das Kapitol des Bundesstaats Tennessee in Nashville

Symbolbild · Foto: Kaldari / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Neue Details zum gescheiterten Hinrichtungsversuch an Christa Pike in Tennessee: Ihr Anwalt Randy Spivey, der am 30. September als Zeuge anwesend war, schildert in einer eidesstattlichen Erklärung, wie das Team um die Venenzugänge rang. Nach seiner Darstellung, über die ABC News und der Sender CBS 12 berichten, begann die Suche nach einer Vene um 18.34 Uhr, insgesamt seien etwa zehn Nadeln verwendet worden. Teammitglieder hätten mehrfach angemerkt, eine Vene könnte geplatzt sein. Um 19.34 Uhr habe Pike über Schmerzen geklagt: Ihr Arm fühle sich an, als würde er gleich platzen, und brenne. Um 20.40 Uhr wurde laut Spivey ein Krankenwagen gerufen. Es handelt sich um Angaben aus einem Gerichtsdokument; die Ursache des Scheiterns belegen sie nach Einschätzung von CBS 12 nicht.

Die Erklärung wurde am Donnerstag in einem im vergangenen Jahr angestrengten Verfahren mehrerer Todeskandidaten (Burns v. Strada) eingereicht, das Tennessees Protokoll für die Giftspritze anficht. Die Kläger argumentieren, das Mittel Pentobarbital berge ein hohes Risiko eines qualvollen Todes. Sie wollen ihre Klage um die Schilderungen zum Fall Pike ergänzen. Bereits im Mai war laut Death Penalty Information Center die Hinrichtung von Tony Carruthers abgebrochen worden, weil keine geeignete Vene gefunden wurde. Pike selbst ist nicht Klägerin. Der Staat verlangt die Abweisung der Klage. Das Strafvollzugsministerium erklärte, es habe „jeden Schritt“ des genehmigten Protokolls befolgt. Über die Anträge verhandelt Richter Russell Perkins am 6. November. In Pikes eigenem Verfahren entscheidet eine andere Richterin schriftlich, nachdem die Anhörung vom 23. Oktober abgesagt worden war.

Handlungsbedarf sehen auch Befürworter der Todesstrafe: Der republikanische Senator im Parlament von Tennessee, Mark Pody, sagte dem Sender Fox 17: „Es ist ein gescheitertes System gewesen, und wir müssen es reparieren.“ Gouverneur Bill Lee hat die letzte für 2026 angesetzte Hinrichtung abgesagt. Die unabhängige Untersuchung unter Leitung des früheren Bundesstaatsanwalts Ed Stanton läuft, Ergebnisse liegen noch nicht vor. Pikes Anwälte haben Lee gebeten, ihr Todesurteil in lebenslange Haft ohne Bewährung umzuwandeln. Pike war 1996 wegen Mordes an einer 19-Jährigen im Jahr 1995 in Knoxville zum Tode verurteilt worden. Sie ist die einzige Frau im Todestrakt von Tennessee.

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