Iran-Krieg: US-Geheimdienst warnt vor Mordplänen – Trump droht mit neuem „Epic Fury“
Washington verkleinert seine Botschaften in vier Ländern der Region. Trump stellt einen weiteren Angriff in Aussicht, Teheran droht mit Schlägen gegen Unterseekabel im Golf.
Foto: U.S. Naval Forces Central Command/U.S. Fifth Fleet / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
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Die US-Geheimdienste sehen eine deutlich wachsende Gefahr iranischer Anschläge auf amerikanische Diplomaten und Regierungsvertreter. In einem einseitigen, nicht als geheim eingestuften Memo vom 23. Oktober schreibt Geheimdienstkoordinator Jay Clayton an Außenminister Marco Rubio, tödliche Pläne Irans hätten ein „fortgeschrittenes Stadium“ erreicht – im Nahen Osten und in anderen Ländern. Das berichtete zuerst das Portal Axios; nach Angaben der Nachrichtenagentur AP bestätigten drei US-Beamte die Echtheit des Papiers. Konkrete Ziele oder Details zu den Plänen nennt es nicht. Clayton bot an, Material herabzustufen, damit möglicherweise gefährdete Mitarbeiter gewarnt werden können.
Nach Angaben von US-Beamten ist die Warnung ein Grund dafür, dass das Außenministerium am Freitag das Personal an den Botschaften in Jordanien, im Libanon, in Katar und in den Vereinigten Arabischen Emiraten verringern ließ; ein Beamter verwies auf die „Bedrohung durch Huthi-Angriffe und iranische Terrorpläne“. Die Vertretungen bleiben geöffnet. Aus Saudi-Arabien mussten nicht dringend benötigte Mitarbeiter und Angehörige bereits Anfang der Woche ausreisen. Präsident Donald Trump sagte bei einem Wahlkampfauftritt in Fort Myers (Florida), die USA würden vielleicht „noch ein kleines Epic Fury“ machen – oder Iran stimme einer Einigung zu. Er bezweifle aber, dass Teheran verhandeln werde.
Laut dem Militärportal The War Zone sollen der Flugzeugträger „Theodore Roosevelt“ mit seiner Kampfgruppe und die 13. Marine Expeditionary Unit bis Ende November in der Region eintreffen – rund 10.000 zusätzliche Soldaten. Teheran hat nach Angaben zweier hochrangiger iranischer Sicherheitsvertreter gegenüber Reuters detaillierte Pläne für Angriffe auf Unterseekabel im Golf ausgearbeitet, falls die USA und Israel erneut angreifen. „Wenn Iran angegriffen wird, gibt es keine roten Linien mehr“, sagte einer von ihnen. Fachleute halten die weltweiten Folgen für begrenzt, mehrere Kabelschäden könnten aber Internetdienste verlangsamen und Finanztransaktionen stören. Der Ölpreis der Sorte Brent stieg am Freitag zeitweise auf über 117 Dollar.
