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Ebola: WHO startet Impfstudie im Kongo – erste Freiwillige in Bunia geimpft

Getestet wird, ob der Impfstoff Ervebo auch gegen das Bundibugyo-Virus schützt. Der Ausbruch hat bereits mehr als 4.600 Menschen das Leben gekostet.

Symbolbild: Ebola-Impfung von UN-Blauhelmen in Pinga, Nord-Kivu (2019)

Symbolbild · Foto: MONUSCO Photos / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Kampf gegen den schwersten Ebola-Ausbruch in der Geschichte der Demokratischen Republik Kongo hat eine klinische Impfstudie begonnen. Wie WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag mitteilte, wurden in Bunia, der Hauptstadt der besonders betroffenen Provinz Ituri, erste Teilnehmer mit dem Impfstoff Ervebo geimpft. Dieser ist gegen den häufigeren Zaire-Stamm zugelassen; nun wird geprüft, ob er auch gegen das Bundibugyo-Virus schützt, das die aktuelle Epidemie auslöst. Die Studie mit dem Namen „Tumaini“ setzt auf Ringimpfung: Geimpft werden Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko, ausdrücklich auch Schwangere und Kinder ab zwölf Jahren.

Zwei speziell gegen Bundibugyo entwickelte Kandidaten – ein Vektorimpfstoff der Universität Oxford und ein mRNA-Impfstoff des US-Herstellers Moderna – sollen nach Angaben der Impfstoff-Initiative CEPI „in Kürze“ hinzukommen. Laut Al Jazeera wurden seit der Ausrufung des Ausbruchs im Mai mehr als 9.700 Fälle und über 4.600 Todesfälle gemeldet. Die WHO hat eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Das Virus ist inzwischen auch in anderen Ländern nachgewiesen worden, unter anderem in Kenia und Nigeria, wo eine aus Uganda eingereiste Frau positiv getestet wurde; dort werden 44 Kontaktpersonen beobachtet.

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