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Frankreich: 70.000 Polizisten für neuen Protesttag – Studenten halten an Demos fest

Vor den Protesten am Samstag hat Macron erstmals Schülervertreter empfangen. Die Studierenden rufen trotz Verboten zu Kundgebungen auf; der Louvre bleibt geschlossen.

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Foto: Chabe01 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

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Frankreich setzt für den neuen landesweiten Protesttag am Samstag rund 70.000 Polizisten und Gendarmen ein. Das kündigte Innenminister Laurent Nuñez an. Hinzu kommen etwa 20 gepanzerte Fahrzeuge und 15 Wasserwerfer. Zugelassen sind nur von Gewerkschaften organisierte Demonstrationen. In Marseille ist ein einziger Gewerkschaftszug erlaubt, in weiten Teilen der Lyoner Innenstadt gilt ein Demonstrationsverbot. In Teilen von Paris, Marseille, Lyon, Nizza und Montpellier gelten nächtliche Ausgangssperren. In Paris schlug die Polizei eine Route zwischen Porte de Vincennes und Porte d’Italie vor; die Gewerkschaften wollen sich jedoch wie geplant an der Bastille versammeln.

Präsident Emmanuel Macron empfing am Freitag im Élysée-Palast etwa 20 Schülervertreter – das erste Treffen mit Schülervertretern seit Beginn der Proteste. Die Bewegung begann wegen der Zustände an den Schulen und verband sich später mit dem Unmut über steigende Lebenshaltungskosten. Die Schüler fordern unter anderem eine Reform des Hochschulzulassungssystems Parcoursup. „Wir können diese jungen Menschen – uns, Schüler und Studenten – nicht ohne Antworten lassen“, sagte Nathanaël Combary, Präsident von Renouveau lycéen, der Nachrichtenagentur AFP. Pierre Sourzat, Chef der Gruppe Les Lycéens, zeigte sich skeptisch, ob das Treffen etwas bewirkt. Die Studentengewerkschaft UNEF hält trotz der Auflagen an Kundgebungen fest. Premier Sébastien Lecornu will am Montag mit Vertretern von Schülern, Lehrern, Gewerkschaften, Arbeitgebern, Kommunen und Abgeordneten sprechen.

Nach Angaben des Justizministeriums wurden seit den Krawallen rund 2.700 Menschen in Gewahrsam genommen, 232 kamen laut Justizminister Gérald Darmanin in Haft. Macron hatte „äußerste Strenge“ gegen Straftaten gefordert. Der Louvre und die Fondation Louis Vuitton bleiben am Samstag geschlossen, die Kunstmesse Art Basel Paris schließt das ganze Wochenende. Zugleich hält der Rassemblement National von Marine Le Pen in Orléans einen Parteitag ab; die Behörden befürchten dort Zusammenstöße mit Gegnern.

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