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Aktionstag gegen Abschiebungen: Rund 500 Menschen protestieren am Flughafen Leipzig/Halle

Unter dem Motto „Bundesweit gegen Abschiebewahn“ protestieren Initiativen an mehreren Flughäfen. In Leipzig/Halle kamen laut Veranstaltern rund 500 Menschen.

Terminal des Flughafens Leipzig/Halle (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Aagnverglaser / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

An mehreren deutschen Flughäfen haben Initiativen am Samstag gegen Abschiebungen protestiert. Am Flughafen Leipzig/Halle versammelten sich nach Angaben einer Sprecherin des Aktionsbündnisses rund 500 Menschen im Eingangsbereich, wie der Evangelische Pressedienst berichtete. Aktionen waren außerdem an den Flughäfen Frankfurt, Köln/Bonn, München, Düsseldorf, Hannover und Berlin angekündigt. Zu dem Aktionstag unter dem Motto „Bundesweit gegen Abschiebewahn“ hatten verschiedene Initiativen aufgerufen.

In Leipzig richtete sich der Protest gegen Sammelabschiebungen nach Afghanistan per Charterflug. „Es ist und bleibt skandalös, dass diese Abschiebungen in Zusammenarbeit mit den Taliban durchgeführt werden“, hatte Bündnissprecherin Luca Müller vorab erklärt. In München ging es um ein geplantes Abschiebeterminal am Flughafen; nach Angaben der taz sind solche Einrichtungen auch in Frankfurt und am BER geplant. Die Initiativen kritisieren zudem, dass im Sozial- und Gesundheitsbereich gespart werde, während viel Geld in Abschiebungen fließe.

Laut taz hat sich die Zahl der Abschiebungen zwischen 2022 und 2025 nahezu verdoppelt, auf rund 23.000 pro Jahr. Zuletzt sei die Zahl leicht gesunken. Weiteres Thema der Proteste waren die Folgen der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS). Angaben der Polizei zu Teilnehmerzahlen lagen zunächst nicht vor.

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