Engpass Chipgehäuse: Nvidia reserviert mit Milliarden Kapazität bei Zulieferern
Substrate, Packaging, Tests: Nvidia will die Substratkapazität binnen drei Jahren um das 2,5-Fache steigern. Ibiden, Samsung Electro-Mechanics und Amkor bauen dafür aus.

Symbolbild · Foto: Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Nvidia will Engpässe bei den Bauteilen rund um seine Chips mit Vorauszahlungen und Kapazitätsreservierungen lösen. Nach Konzernangaben soll die Kapazität für Substrate – die Trägerplatten, auf denen Chips im Gehäuse sitzen – in drei Jahren um das 2,5-Fache wachsen. Dem japanischen Hersteller Ibiden zahlt Nvidia einen Vorschuss in Milliardenhöhe, um das Werk Ono auf das Dreifache auszubauen; die zusätzliche Kapazität soll ab dem ersten Quartal 2028 anlaufen. Neu im Lieferantenkreis ist Samsung Electro-Mechanics, das Werke in Sejong und Busan plant. Die Aktie des Konzerns gab am Mittwoch in Seoul ihre anfänglichen Gewinne wieder ab.
Auch beim Packaging und bei Tests soll es schneller gehen: Amkor will in Südkorea die Kapazität für Interposer-Wafer bis Ende 2028 um mehr als 300 Prozent erhöhen. Der Testspezialist KYEC erhält einen Vorschuss von 1,1 Milliarden Dollar für neue Anlagen in den USA. Nvidia rechnet damit, dass sich die gesamte Testkapazität von 2026 auf 2027 verdoppelt. „Die Nachfrage ist außergewöhnlich“, sagte Konzernchef Jensen Huang.
