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Lam Research warnt vor Engpässen – Chipaktien erleben einen schwarzen Donnerstag

Reinräume und Bauteile werden knapp: Der Anlagenbauer Lam Research bremst seine Prognose. Der US-Halbleiterindex fiel um 6,7 Prozent, alle 30 Werte im Minus.

Symbolbild: Siliziumwafer mit Chips in schillernden Farben, Nahaufnahme

Symbolbild · Foto: Rob Bulmahn / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der US-Chipanlagenbauer Lam Research hat mit einer Warnung vor Lieferengpässen einen Ausverkauf bei Halbleiteraktien ausgelöst. Dabei waren die Zahlen stark: Im September-Quartal stieg der Umsatz nach Unternehmensangaben um 54 Prozent auf 8,22 Milliarden Dollar, die operative Marge erreichte mit 40,2 Prozent einen Rekord. Für das Dezember-Quartal stellt Lam 8,6 Milliarden Dollar plus/minus 400 Millionen in Aussicht. Finanzchef Doug Bettinger sagte jedoch, ohne „kurzfristige Einschränkungen in der Lieferkette“ wäre die Prognose höher ausgefallen; einige Auslieferungen könnten ins März-Quartal rutschen.

Konzernchef Tim Archer erwartet, dass fehlende Reinraumflächen und knappe Bauteile Chiphersteller und Ausrüster bis ins Jahr 2027 bremsen. Zugleich rechnet Lam für 2027 mit Ausgaben für Chipfertigungsanlagen von mehr als 200 Milliarden Dollar. Der Anteil Chinas am Umsatz stieg im Quartal auf 35 Prozent, nach 26 Prozent im Juni-Quartal.

An der Börse sorgte die Warnung am Donnerstag für deutliche Verluste: Lam-Aktien fielen um 11,8 Prozent, der Philadelphia-Halbleiterindex um 6,7 Prozent – alle 30 enthaltenen Werte schlossen im Minus. AMD und Marvell verloren jeweils mehr als 8 Prozent, Nvidia 4,4 Prozent. Auch Tokyo Electron, SK Hynix und Infineon gaben deutlich nach. Der Nasdaq Composite schloss 2,6 Prozent tiefer.

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