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Methan-Regeln: Europaparlament stimmt für drei Jahre Aufschub bis 2031

Importeure von Öl, Gas und Kohle sollen mehr Zeit für die EU-Methanvorgaben bekommen. Die Grünen sprechen von einem „Skandal“, die EVP von Versorgungssicherheit.

Symbolbild: Der Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Straßburg während einer Sitzung

Symbolbild · Foto: Diliff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das Europäische Parlament hat sich am Donnerstag für einen dreijährigen Aufschub der EU-Methanregeln ausgesprochen. Importeure von Rohöl, Erdgas und Kohle sollen nach Angaben von Reuters bis zum 31. Mai 2031 Zeit bekommen, die Vorgaben zur Überwachung, Meldung und Überprüfung von Methanemissionen zu erfüllen – für Lieferverträge, die seit dem 4. August 2024 geschlossen oder verlängert wurden. Die Abgeordneten lehnten damit den Vorschlag der Kommission ab, die Regeln nur um ein Jahr zu verschieben. Zuvor hatten unter anderem Frankreich und die USA Druck gemacht.

Den Vorstoß trug nach Angaben von Euronews die konservative EVP, die auf mindestens 15 Mitgliedstaaten mit derselben Forderung verwies; Sozialdemokraten und Liberale wollten nur ein Jahr Aufschub, Grüne und Linke gar keinen. Die grüne Verhandlungsführerin Jutta Paulus nannte die Forderung von Konservativen und extremer Rechter „einen absoluten Skandal“. Der EVP-Abgeordnete Christian Ehler sagte, es gehe nicht um mehr Methanemissionen, sondern um Versorgungssicherheit und niedrigere Energiepreise. Methan zählt zu den stärksten Treibhausgasen. Das Parlament muss den endgültigen Text nun mit den Mitgliedstaaten aushandeln; die Änderung soll noch vor Jahresende in Kraft treten.

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