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Delvaux: Umsatz bricht um 43 Prozent ein – Richemont sichert Finanzierung zu

Die belgische Ledermarke Delvaux verliert im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich an Umsatz, der Verlust wächst auf 43,4 Millionen Euro. Eigentümer Richemont springt ein.

Schaufenster eines Delvaux-Geschäfts in Hongkong (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Modwde Namoes Swealgo / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die belgische Lederwarenmarke Delvaux hat im Geschäftsjahr bis Ende März 2026 einen Umsatzeinbruch erlitten. Laut dem im Oktober bei der Belgischen Nationalbank hinterlegten Jahresabschluss der Delvaux Créateur SA sank der Umsatz um 43,3 Prozent auf 40,7 Millionen Euro, nach revidiert 71,8 Millionen im Vorjahr. Der Nettoverlust stieg von 33,0 auf 43,4 Millionen Euro, der operative Verlust um 32,3 Prozent auf 42,18 Millionen Euro.

In Belgien wuchs der Umsatz um 11 Prozent auf 21,5 Millionen Euro. Im übrigen EU-Raum fiel er dagegen von 23,15 auf 1,58 Millionen Euro, die Exporte gingen um 39,9 Prozent auf 17,6 Millionen zurück. Eine ausdrückliche Erklärung für den Rückgang nennt der Bericht nicht; laut Lagebericht vertreibt Alleinaktionär Richemont die Produkte außerhalb Belgiens direkt.

Der Verwaltungsrat schreibt, die Umstrukturierung des Ladennetzes habe in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres wieder Wachstum ermöglicht. Künftig will Delvaux sich auf lokale Kundschaft, neue Wachstumsregionen und die Renovierung bestehender Boutiquen konzentrieren. Richemont hat in einer Patronatserklärung zugesagt, Delvaux bis September 2027 finanziell zu unterstützen.

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