Adidas meldet Rekordquartal und hebt die Gewinnprognose an
Der Sportartikler aus Herzogenaurach setzt im dritten Quartal 7,25 Milliarden Euro um. Eine Zollrückerstattung aus den USA treibt den Gewinn auf über eine Milliarde.

Archivbild · Foto: Nico Hofmann / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Adidas hat am 21. Oktober vorläufige Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf den Rekordwert von 7,25 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 7 Prozent. Die Bruttomarge legte um 2,5 Prozentpunkte auf 54,3 Prozent zu. Das Betriebsergebnis wuchs um 37 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro – der höchste Quartalswert der Firmengeschichte. Dazu trug eine Rückerstattung von US-Zöllen in Höhe von rund 200 Millionen Euro bei, ebenso Verkäufe zum vollen Preis.
Für das Gesamtjahr erwartet Adidas nun ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 9 bis 10 Prozent und ein Betriebsergebnis von rund 2,5 Milliarden Euro statt bisher 2,3 Milliarden. Etwa 100 Millionen Euro will der Konzern im vierten Quartal reinvestieren. Vorstandschef Bjørn Gulden räumte ein, das Lifestyle-Schuhgeschäft sei derzeit schwierig, vor allem wegen zu hoher Lagerbestände im Markt. „In diesem Umfeld versuchen wir nicht, kurzfristig das Maximum herauszuholen“, sagte Gulden.
Der vollständige Quartalsbericht folgt am 29. Oktober. Zum Vergleich: Der US-Konkurrent Nike hatte in seinem jüngsten Quartal einen Umsatzrückgang um 4 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar gemeldet, wie Retail Dive berichtet. Analysten von Telsey sprechen bei Adidas von deutlichen Marktanteilsgewinnen.
