Steam führt „Achievement Sets“ ein: DLCs sollen keine 100-Prozent-Bilanz mehr ruinieren
Valve testet eine Neuordnung der Steam-Errungenschaften: Entwickler können sie in Sets gruppieren und unerreichbare Erfolge archivieren. 17 Spiele machen bereits mit.

Archivbild · Foto: Tim Eulitz / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Valve baut das Errungenschaften-System von Steam um. Mit den neuen „Achievement Sets“, die derzeit als Beta laufen, können Entwickler die Erfolge eines Spiels in Gruppen aufteilen – etwa getrennt nach Hauptspiel, Erweiterungen, Spielmodi oder Saison-Inhalten oder nach Einzel- und Mehrspieler. Jedes Set erhält einen eigenen Fortschrittsbalken; wer alle Erfolge eines Sets freischaltet, bekommt eine Abzeichen-Trophäe im Profil, die auch erhalten bleibt, wenn später neue Erfolge hinzukommen. Damit soll neuer Zusatzinhalt die Komplett-Bilanz eines Spiels nicht mehr zunichtemachen.
Zudem dürfen Entwickler einzelne Erfolge oder ganze Sets archivieren, etwa wenn Mehrspieler-Server abgeschaltet wurden. Archivierte Erfolge blockieren dann nicht mehr den Weg zu 100 Prozent. Steam schreibt dazu, jede Errungenschaft, die Spieler nicht mehr freischalten können, sollte archiviert werden. Damit werden laut VGC auch zeitlich begrenzte Erfolge, etwa zu Feiertagen, möglich.
Zum Start nutzen 17 Spiele die Sets, darunter „Portal 2“, „Team Fortress 2“, „DREDGE“, „PowerWash Simulator“, „Forza Horizon 5“ und „Call of Duty: Modern Warfare 4“. Kritik gibt es laut Windows Central an der Profil-Statistik: Die durchschnittliche Abschlussquote entfällt, statt abgeschlossener Spiele werden abgeschlossene Sets gezählt – bei Titeln wie „Team Fortress 2“ mit 16 Sets und 520 Erfolgen verzerre das die Werte.
