Fabrikarbeiter hadern mit Trumps Zöllen – Republikaner fürchten Gegenwind
Drei Wochen vor den Zwischenwahlen beschäftigt die US-Industrie weniger Menschen als bei Trumps Amtsantritt. In umkämpften Rennen in Michigan, Iowa und Kansas könnte das Stimmen kosten.

Symbolbild · Foto: Steve Jurvetson from Los Altos, USA / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Trumps Zölle sollten eine Renaissance der US-Industrie auslösen – doch laut einer Analyse der Nachrichtenagentur AP beschäftigt das verarbeitende Gewerbe weniger Menschen als bei Trumps Rückkehr ins Amt im Januar 2025, auch wenn 2026 bislang Stellen hinzukamen. Firmen wie Winnebago und Vornado Air bauten Jobs ab und verwiesen auf teurere Importteile. Nach einer AP-NORC-Umfrage vom September billigen nur noch etwa drei von zehn Erwachsenen Trumps Vorgehen bei Handelsverhandlungen, im März waren es rund vier von zehn.
Das Thema spielt in umkämpften Rennen eine Rolle, etwa im 4. Bezirk von Michigan, wo der Republikaner Bill Huizenga gegen den Demokraten Sean McCann antritt, sowie bei den Senatswahlen in Iowa und Kansas. Das Weiße Haus spricht dagegen von einem Fabrikboom und verweist auf höhere Produktion und mehr Bauaktivität. Der Ökonom Ernie Goss von der Creighton University gibt zu bedenken, dass manche Wähler weiter auf einen langfristigen Nutzen der Zölle setzten.
