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Spionagevorwurf: Russland nimmt japanischen Journalisten auf Sachalin fest

Der FSB wirft dem Reporter der Zeitung „Hokkaido Shimbun“ vor, Informationen über Russlands Verteidigung gesammelt zu haben. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Archivbild: Juschno-Sachalinsk auf der Insel Sachalin

Archivbild · Foto: Maarten / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat einen japanischen Journalisten wegen Spionageverdachts festgenommen. Der Reporter der Zeitung „Hokkaido Shimbun“ wurde nach FSB-Angaben in Juschno-Sachalinsk gefasst, als er Russland verlassen wollte. Er soll für den japanischen Geheimdienst Informationen über Russlands Verteidigungsfähigkeit gesammelt haben. Ein Moskauer Gericht ordnete laut Reuters Untersuchungshaft für knapp zwei Monate an; das Staatsfernsehen zeigte einen Mann in Handschellen. Bei einer Verurteilung drohen laut Al Jazeera bis zu 20 Jahre Haft.

Die japanische Botschaft in Moskau versuche, die Berichte zu überprüfen, sagte ein Botschaftsvertreter der Agentur Kyodo. Die Festnahme fällt in eine Phase wachsender Spannungen: Im August besuchte Präsident Wladimir Putin eine der umstrittenen Kurilen-Inseln, die Japan als „Nördliche Territorien“ beansprucht. Russland stuft Japan wegen dessen Beteiligung an westlichen Sanktionen als „unfreundliches“ Land ein; einen Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg haben beide Staaten nie geschlossen.

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