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Kolumbien: Friedenstribunal beschuldigt Ex-FARC-Führer der Verbrechen an Indigenen

Die Sonderjustiz JEP wirft früheren Kommandeuren 44 Taten gegen fünf indigene Völker vor – von Morden über Vertreibung bis zu Landminen. Sie haben 30 Tage Zeit zu antworten.

Grafik: Kolumbien: Friedenstribunal beschuldigt Ex-FARC-Führer der Verbrechen an Indigenen

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Kolumbiens Sonderjustiz für den Frieden (JEP) hat frühere Kommandeure der FARC-Guerilla wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an fünf indigenen Völkern beschuldigt. Laut Infobae geht es um 44 nicht amnestierbare Taten in den Regionen Amazonien und Orinoquía, darunter Morde, Verschwindenlassen, Vertreibung, Folter und das Verlegen von Antipersonenminen; betroffen waren unter anderem die Korebajü, Siona, Hitnü, Jiw und Nükak Baká. Die Taten sollen laut AP zwischen 1996 und 2016 begangen worden sein. Unter den Beschuldigten ist Julián Gallo, der nach dem Friedensabkommen von 2016 acht Jahre lang Senator war.

„Heute bringen wir den am meisten vergessenen Völkern eines ausgegrenzten Kolumbiens Gerechtigkeit“, sagte JEP-Richterin Catalina Díaz laut AP. Die Beschuldigten haben 30 Tage Zeit, die Vorwürfe anzuerkennen oder zurückzuweisen. Wer gesteht und kooperiert, entgeht dem Gefängnis, muss aber Wiedergutmachung leisten; wer die Vorwürfe zurückweist und schuldig gesprochen wird, dem drohen bis zu 20 Jahre Haft. Eine Wahrheitskommission hatte festgestellt, dass im Konflikt mindestens 450.000 Menschen getötet wurden.

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