Fall Pike: Nächste Anhörung am 23. Oktober – Staat will Frist für Klageänderung
Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee drängt der Staat auf Tempo im Verfahren. Ob ein neuer Hinrichtungstermin angestrebt wird, lässt die Strafvollzugsbehörde offen.

Symbolbild · Foto: Thomas R Machnitzki (thomasmachnitzki.com) / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Im Verfahren um die gescheiterte Hinrichtung von Christa Pike in Tennessee steht der nächste Gerichtstermin fest: Am 23. Oktober um 9.30 Uhr soll verhandelt werden, wie der Sender WZTV/Fox 17 am Dienstag berichtete. Der Staat beantragte, Pikes Anwälten eine Frist zur Änderung ihrer Klage zu setzen, und möchte, dass das Gericht ohne mündliche Verhandlung allein auf Grundlage der Schriftsätze entscheidet. Gründe nennt die Mitteilung nicht; eine Frist wurde noch nicht festgelegt.
Das Gericht hatte zuvor von Pikes Anwälten eine ärztliche Einschätzung verlangt, ob ihre Fesselung die medizinische Versorgung behinderte. Eine Anordnung vom 10. Oktober gibt beiden Seiten 45 Tage, um verbliebene Beweismittel des Hinrichtungsversuchs zu begutachten und zu sichern. Auf Fragen zu Pikes Versorgung, zur internen Prüfung und zu einem möglichen neuen Hinrichtungstermin antwortete das Strafvollzugsministerium TDOC: „Wir haben heute keine Informationen mitzuteilen.“
Pike war nach dem abgebrochenen Hinrichtungsversuch am 30. September ins Krankenhaus gebracht worden und kehrte nach Angaben ihrer Anwälte am Samstag ins Gefängnis zurück. Gouverneur Bill Lee hat die letzte für dieses Jahr geplante Hinrichtung bis zum Abschluss einer unabhängigen Untersuchung durch den früheren Bundesstaatsanwalt Ed Stanton abgesagt. Pike war wegen des Mordes an Colleen Slemmer im Jahr 1995 zum Tode verurteilt worden.
