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Rubio vergleicht Iran mit Perserkönig Xerxes – Teheran kontert mit Kaiser Valerian

Eine Rede des US-Außenministers in Athen über die „westliche Zivilisation“ und die Zerstörung der Akropolis durch die Perser stößt im Iran auf scharfe Kritik. Teheran spricht von „Anachronismus“.

Symbolbild: Die Akropolis von Athen, vom Philopappos-Hügel aus gesehen

Symbolbild · Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

US-Außenminister Marco Rubio hat mit einer Rede vor der Kulisse der Akropolis in Athen am 7. Oktober scharfe Reaktionen im Iran ausgelöst. Er stellte die USA als Erben der westlichen Zivilisation von Griechenland bis Rom dar und erinnerte an die persische Plünderung Athens 480 vor Christus: „Die Perser plünderten die Tempel, brannten die Heiligtümer nieder und machten die Akropolis dem Erdboden gleich.“ Die heutigen Bedrohungen seien „genauso real“. Irans Führung nannte er „Fanatiker“, die einen „Todeskult“ betrieben.

Irans Sicherheitschef Mohsen Rezaei und Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erinnerten an den römischen Kaiser Valerian, der 260 nach Christus in persische Gefangenschaft geriet. „Wer die Geschichte ins Spiel bringt, muss mit ihrer Wiederholung rechnen“, sagte Rezaei. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei nannte Rubios Ansatz einen „Anachronismus“, das Ministerium warf ihm vor, mit Geschichte eine Eskalation zu rechtfertigen.

Der iranische Historiker Touraj Daryaei merkte an, Rubio habe verschwiegen, dass der persische Angriff teils Vergeltung für die Zerstörung von Sardes durch Athen 498 vor Christus war. Vali Nasr von der Johns-Hopkins-Universität sieht im Iran einen gemeinsamen Feind, der den Westen zusammenschweißen und tiefe Differenzen zwischen den USA und Europa in der Russland- und Ukraine-Frage überdecken solle. Die US-Seeblockade gegen den Iran besteht fort.

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