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Menschenrechtler: 106 Todesurteile gegen Demonstranten im Iran – 35 hingerichtet

Mindestens 106 Menschen, die bei den Protesten im Januar 2026 im Iran festgenommen wurden, sind zum Tode verurteilt, 35 bereits hingerichtet. Das berichtet die Organisation Hengaw zum Welttag gegen die Todesstrafe.

Archivbild: Protest-Graffiti an einer Mauer im Iran während der Proteste im Januar 2026

Archivbild · Foto: Hosseinronaghi / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Mindestens 106 Menschen, die bei den Protesten im Iran im Januar 2026 festgenommen wurden, sind zum Tode verurteilt worden, 35 von ihnen wurden bereits hingerichtet. Das geht aus einem Sonderbericht der Menschenrechtsorganisation Hengaw hervor, der vor dem Welttag gegen die Todesstrafe am 10. Oktober veröffentlicht wurde. Demnach droht 63 Menschen eine „ernste und unmittelbare“ Hinrichtung. Acht Urteile, alle in der Provinz Teheran, wurden aufgehoben, den Betroffenen droht im neuen Verfahren aber erneut die Todesstrafe.

Die meisten Todesurteile ergingen laut Hengaw in den Provinzen Isfahan und Teheran mit jeweils 36. Unter den Verurteilten sind mindestens sieben Frauen, ein Urteil davon wurde aufgehoben. Weitere 40 Fälle, unter anderem aus Schiras, Isfahan und Maschhad, prüft die Organisation noch. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Laut Amnesty International gab es im Iran 2025 elf öffentliche Hinrichtungen. Laut einem Bericht des Portals IranWire droht zudem acht iranischen Sportlern die Todesstrafe, nicht alle von ihnen wurden bei den Januar-Protesten festgenommen. Verbreitet wurde der Bericht an dem Tag, an dem Papst Leo XIV. die Todesstrafe für „unzulässig“ erklärte.

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