Gemeinsam unterwegs: Paare, die zusammen Sport treiben, reden besser miteinander
Studie mit knapp 1.700 jungen Ehepaaren in den USA: Wer gemeinsam Sport treibt, berichtet von weniger Stress und lösbaren Konflikten. Ursache und Wirkung sind aber offen.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Paare, die gemeinsam Sport treiben, kommunizieren besser und lösen Konflikte leichter. Das zeigt eine Studie der Brigham Young University (BYU) in den USA, erschienen in der Fachzeitschrift Family Relations. Die Forschenden Ashlyn Mildenhall, Matthew Núñez und Jeremy Yorgason werteten Angaben von knapp 1.700 jungen Ehepaaren aus der repräsentativen CREATE-Studie aus, die frisch verheiratete Paare über mehr als zehn Jahre begleitet.
Rund 60 Prozent der Eheleute gaben an, Sport zu treiben, aber nur etwa ein Drittel tat dies gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin. Die häufigste gemeinsame Aktivität war Spazierengehen. Sowohl allein als auch gemeinsam betriebener Sport ging mit stabileren Ehen einher, der Zusammenhang war beim gemeinsamen Training aber durchweg stärker – mit besserer Kommunikation, wirksamerer Konfliktlösung und weniger Ehestress. „Von allen drei Ergebnissen hatte Sport den größten Einfluss auf die Kommunikation“, sagte Mildenhall.
Der Effekt sei „nicht unbedingt groß, aber sehr beständig“, so Yorgason. Die Autoren betonen, dass die Daten einen Zusammenhang zeigen, keinen Beweis für Ursache und Wirkung: Ob Sport die Beziehung verbessert oder glücklichere Paare einfach häufiger trainieren, bleibt offen. Gemeinsame Bewegung sei auch kein Mittel gegen jedes Beziehungsproblem, so die Forschenden.
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