Schröder bei Putins Geburtstag: Merz nennt das „geradezu unmoralisch“
Die Bundesregierung verurteilt den Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder bei Putins Geburtstagsfeier. Auch Lars Klingbeil (SPD) geht auf scharfe Distanz zu seinem Parteifreund.

Archivbild · Foto: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Teilnahme von Altkanzler Gerhard Schröder an der Geburtstagsfeier des russischen Präsidenten Wladimir Putin stößt in der Bundesregierung auf scharfe Kritik. Regierungssprecher Steffen Meyer sagte am Freitag: „Putin allein ist für den Krieg in der Ukraine verantwortlich.“ Vor diesem Hintergrund halte es der Kanzler für „geradezu unmoralisch“, dass Schröder mit Putin gefeiert habe. Putin war am 7. Oktober 74 Jahre alt geworden.
Auch die SPD-Spitze distanzierte sich. Lars Klingbeil nannte den Besuch gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ „völlig inakzeptabel“. Schröder, von 1998 bis 2005 Bundeskanzler, gilt seit Jahren als enger Freund Putins und war für russische Energiekonzerne tätig. Bereits seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 steht er deshalb in seiner eigenen Partei massiv in der Kritik.
