Früherer ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser mit 90 Jahren in Berlin gestorben
Der gebürtige Berliner prägte das „heute journal“ und erfand „Was nun, …?“ mit. Von 1988 an war er Chefredakteur des ZDF. Senderchef Himmler würdigt ihn als Verfechter des Informationsauftrags.

Archivbild · Foto: PantheraLeo1359531 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der frühere ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser ist tot. Er starb nach Angaben des Senders am 7. Oktober im Alter von 90 Jahren in Berlin, wo er am 22. Juli 1936 geboren worden war. Bresser studierte in Köln Germanistik, Theaterwissenschaften und Soziologie und begann 1958 als Volontär beim „Kölner Stadt-Anzeiger“. 1965 wechselte er zum WDR, wo er unter anderem die Redaktion des Magazins „Monitor“ leitete.
Ende 1977 kam Bresser zum ZDF, wo er das „heute journal“ ab 1981 leitete und sechs Jahre lang moderierte. Er entwickelte die Interviewreihe „Was nun, …?“ mit und wurde 1988 vierter Chefredakteur des Senders. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Start des „ZDF-Morgenmagazins“ und von „Frontal“ sowie die viel beachteten Sendungen zur Deutschen Einheit im Oktober 1990 aus dem Berliner Reichstag.
ZDF-Intendant Norbert Himmler sagte: „Wir trauern um einen entschiedenen Verfechter des öffentlich-rechtlichen Informationsauftrags.“ Chefredakteurin Bettina Schausten erklärte: „Klaus Bresser steht für präzises journalistisches Handwerk.“ Bresser wurde unter anderem mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
