Nach Kopfzusammenprall: Badé war „komplett weg“ – Leverkusen bangt vor dem Pokal
Beim 0:3 in Hoffenheim prallt Loïc Badé mit Max Moerstedt zusammen und wird auf einer Trage vom Platz gebracht. Trainer Martínez gibt Entwarnung, ob er gegen Nürnberg spielt, ist offen.
Foto: Simon Hofmann / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Bundesliga · youtube.com
Bayer Leverkusen hat am Sonntag bei der TSG Hoffenheim mit 0:3 verloren – überschattet wurde das Spiel von einem Kopfzusammenprall zwischen Verteidiger Loïc Badé und Hoffenheims Max Moerstedt. Badé wurde auf einer Trage vom Platz gebracht. Laut Trainer Carles Martínez war der 26-Jährige rund eineinhalb Minuten „komplett weg“ und konnte sich anschließend an nichts erinnern. Nach dem Spiel sagte Martínez: „Es geht ihm gut, er spricht mit uns, er war in der Dusche.“ Eine offizielle Diagnose hat der Klub bisher nicht veröffentlicht.
Für Diskussionen sorgte, dass Schiedsrichter Robert Hartmann – er hatte zur Pause den verletzten Siebert ersetzt – zunächst weiterspielen ließ; kurz darauf fiel das 2:0. Hartmann sagte laut Medienberichten bei DAZN, er habe die Szene nicht als Zusammenprall, sondern als Foul von Badé gewertet und keine Diagnose stellen können – er sei kein Arzt, sondern Schiedsrichter. Mitspieler Robert Andrich sagte, er sei in dem Moment „wie erstarrt, wie paralysiert“ gewesen. Die Tore erzielten Kramarić per Foulelfmeter (80.), Prass (90.), der beim Jubeln das Trikot auszog und dafür Gelb-Rot sah, und Moerstedt (90.+6).
Für Leverkusen endeten zwei Serien: Nach sechs Pflichtspielsiegen in Folge blieb die Werkself erstmals seit 18 Bundesligaspielen ohne eigenes Tor. Ob Badé im Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Mittwoch (20:45 Uhr) spielen kann, ist offen. Moussa Diaby musste bereits in der ersten Halbzeit mit Oberschenkelproblemen vom Feld.
